Ressourceneffizienz

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Der Stena Metallkonzern strebt den nachhaltigen Einsatz von Ressourcen an. Das Materialrecycling nimmt zu, und der Energieverbrauch sinkt, dank verbesserter Arbeitsweisen und neuer Techniken. Mit effizienteren Prozessen lassen sich sowohl Rentabilität als auch der Klimafußabdruck des Konzerns verbessern.

Der Konzern betreibt seit mehreren Jahren eine strukturierte Verbesserungsarbeit. Der Geschäftsbereich Recycling präsentierte als erster ein zusammenhängendes, Lean-inspiriertes Programm für mehr Produktionseffizienz. Das Programm mit dem Namen Stena Way of Production (SWOP) wurde 2013 eingeführt, seither ständig weiterentwickelt und auf andere Geschäftsbereiche übertragen. Als Stena Way of Branches (SWOB) wird es auch in den Filialen umgesetzt.

Bei diesem Programm liegt der Schwerpunkt auf kontinuierlichen Verbesserungen durch eine harmonisierte Arbeitsweise, was dazu beigetragen hat, dass der Stena Metallkonzern sich heute als eher lehrende Organisation präsentiert, mit mehr Sicherheit und Kosteneffizienz.

Bei Stena Aluminium hat die kontinuierliche Verbesserungsarbeit zu mehr Effizienz bei den Produktionsprozessen geführt. Hier geht es nun vorrangig um die Gewährleistung und Verbesserung der internen Logistik, aber auch um einen effektiveren Energieverbrauch. Auf Konzernebene wird das Managementsystem überarbeitet, zur Harmonisierung von Verfahren und Kooperation innerhalb und zwischen den Unternehmen und Einheiten.

SYSTEMATIK FÜR WENIGER EMISSIONEN

Der Stena Metallkonzern arbeitet systematisch an der Effektivierung von Prozessen und Energieverbrauch durch ehrgeizige Zielsetzungen, Identifikationen und Follow-up. Ein Beispiel hierfür ist Stena Components, wo bereits 2012 erstmals der Energieverbrauch bei der Produktion im Werk Nybro ermittelt wurde. Seitdem arbeitet man methodisch an der Senkung der Kohlendioxidemissionen. In Dänemark setzt Stena Recycling das Energieleitsystem der Norm ISO 14001 um und konnte dank dieser Maßnahme den Stromverbrauch um 4 % senken. Konzernweit steigt der Anteil an erneuerbaren Energien, so etwa durch den Verbrauch von Strom aus Wasserkraft und die Analyse von Möglichkeiten zur stärkeren Verwendung von erneuerbaren Energieträgern in Arbeitsmaschinen.

WENIGER UMWELTBEEINTRÄCHTIGUNG DURCH OPTIMIERTE TRANSPORTE

Die konzernseitigen Transporte sind eine der Hauptemissionsquellen. Aus Sicht des Lebenszyklus ist die Umweltbeeinträchtigung trotz der Transporte erheblich geringer, als wenn man den Rohstoff aus neuen Rohstoffen hergestellt hätte. Die Unternehmen setzen auf mehr Koordination und Effizienz ihrer Transporte und Ressourcenströme. Die besten Chancen zur Reduzierung der Anzahl Transporte in der Wertschöpfungskette haben Unternehmen bei Transporten von/zu den eigenen Anlagen. Als Großbesteller von Transporten ist es Stena Recycling gelungen, die Emissionen pro transportierter Tonne zu senken. In Schweden sind die Emissionen pro Tonne behandelten Materials seit 2008 um 45 % zurückgegangen.

Bei Stena Recycling in Polen sind reduzierte Transporte ein wichtiger Teil bei Ausschreibungen – angestrebt wird eine markante Senkung der Kohlendioxidemissionen durch weniger Transporte. Die meisten Unternehmen haben festgelegt, dass ein Großteil der Fahrzeugflotte die Vorgaben der Euro-6-Klassifizierung erfüllen muss, sowohl bei den eigenen Fahrzeugen als auch bei denen von Fremdunternehmen. Stena Stål schließt Neuverträge mit Klauseln ab, die den Kunden dazu verpflichten, die Kohlendioxidemissionen in der Wertschöpfungskette anzugeben.

Innerhalb der einzelnen Unternehmen entwickelt man zudem Konzepte mit kombinierten Transporten. Beispielsweise hat sich Stena Stål zum Ziel gesetzt, den Auslastungsgrad von Transporten zum Kunden zu erhöhen. Auch Stena Oil zielt durch die Ausnutzung freier Transportkapazitäten auf dieses Ziel ab. Einerseits erfolgt dies durch Vermietung, andererseits durch den Kundendienst, wobei nach der Bevorratung der Schiffe das Spülwasser mit an Land genommen wird. Das Spülwasser wird von Stena Recycling gereinigt und zurück in die Natur geleitet; das Öl wird abgeschieden und in der Industrie wiederverwertet. Der strategische Standort des Stena Nordic Recycling Center im südschwedischen Halmstad hat dazu geführt, dass die Anlage auch eine wichtige Ressource für die Materialrückgewinnung für die anderen skandinavischen Länder und Polen geworden ist. Der Zugang zu einem effektiven Straßennetz, gute Bahnverbindungen und der Halmstader Hafen machen die Investition zum Recyclingzentrum mit umweltverträglichen Transporten. Die Niederlassung hat es auch Stena Technoworld ermöglicht, seinen Materialfluss unter die Lupe zu nehmen.

Durch die Umsiedlung des Betriebs von Malmö nach Halmstad wird die Anzahl der Transporte ganz erheblich reduziert. In Schweden will Stena Recycling schon seit Jahren die LKW-Transporte auf die Schiene verlegen, da der überwiegende Teil der Bahntransporte mit Elektroloks erfolgt, die mit Strom aus umweltfreundlicher Produktion fahren.

In Älmhult wickelt Stena Aluminium den Großteil seines Material-Handlings mittlerweile in überdachten Anlagen ab. Die Folge sind weniger und kürzere Interntransporte, was sowohl extern als auch intern zu weniger Umweltbeeinträchtigung führt. Durch das Handling unter Dach entsteht auch weniger Sickerwasser, das entsprechend entsorgt werden muss.

AUFBEREITUNG VON WASSER AUS DER PRODUKTION

Die meisten Unternehmen haben Maßnahmen zur Reduzierung ihres Wasserverbrauchs ergriffen. Stena Aluminium hat seine Wasserleitungen instandgesetzt, und Stena Components hat Prozesse zur Reinigung und Rückgewinnung von Schneidölen eingeführt. Stena Recycling in Dänemark hat in seinem Werk in Roskilde ein neues Wasseraufbereitungssystem in Betrieb genommen. In der finnischen Fragmentierungsanlage wird nur ein Minimum an Frischwasser gebraucht, da man jetzt Regenwasser sammelt und benutzt. Das polnische Schwesterunternehmen gab eine Studie in Auftrag mit dem Ziel, das Wasser in der Fragmentierungsanlage zu 100 % rückzugewinnen.

Im Stena Nordic Recycling Center gab es von Anfang an eine Wasseraufbereitungsanlage, die überwiegend mit Regenwasser arbeitet.

NEUE, ENTWICKLUNGSFÖRDERNDE TECHNIK

Digitalisierung und Automatisierung beschleunigen die Arbeitsprozesse immer mehr und wirken sich auf die wirtschaftlichen Voraussetzungen aus. Sämtliche Konzernbetriebe wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, von den technischen Fortschritten zu profitieren, die sie für die Rationalisierung ihrer Prozesse sowie für effiziente, gesicherte Materialflüsse brauchen. Ein Beispiel hierfür ist das von Stena Recycling in Dänemark, Norwegen und Finnland (und im Geschäftsjahr auch in Polen) in Betrieb genommene Transportleitsystem. Das System sorgt für Struktur und bietet totale Transparenz in Echtzeit für Aufträge, Transporte und Rechnungen. Es hat zum Ziel, faktenbasierte Entscheidungen zu fördern und schafft gute Voraussetzungen zur Optimierung von Logistik und Wertschöpfungskette.

Auch Stena Oil will eine effizientere Transportplanung durch digitale Lösungen umsetzen.

Die Digitalisierung gestaltet auch den Produktionsfluss erheblich effektiver. So hat beispielsweise Stena Recycling in Dänemark eine digitales Meldesystem eingeführt, mit dem die Zuverlässigkeit und Rückverfolgbarkeit im Materialfluss erhöht wird. Außerdem sorgt es für mehr Sicherheit beim Umgang mit Sondermüll.

Stena Components hat im Laufe des Jahres in eine automatisierte Verarbeitungszelle in Molkom investiert, was zu erhöhter Produktion und höherer Liefersicherheit führte. Das Unternehmen wertet derzeit weitere Verfahren zur Erhöhung des Automationslevels in der Produktion aus. So sollen Ressourcen für komplexere Aufgaben freigesetzt werden.

IM BLICKPUNKT: BEREICH RESSOURCENEFFIZIENZ

  • Durchführung von Lean-inspirierten Verbesserungen bei internen Funktionen.
  • Weiterentwicklung der konzernseitigen Maßnahmen zur Energieeffizienz.
  • Kontinuierliche Umsetzung von Transportleitsystemen für eine gesteigerte Effektivierung, Kostenoptimierung und Rückverfolgbarkeit der Transporte.
  • Weitere Investitionen in neue Techniken.
  • Ausdehnung der internen Kooperation zwecks reduzierter Emissionen ins Regenwasser.
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