Verantwortungsvolle Beziehungen

Der Stena Metallkonzern strebt eine Vorbildfunktion bei verantwortungsvollem Abfallmanagement an, und eine aktive Arbeit mit dem Verhaltenskodex trägt zu einer nachhaltigen Wertschöpfungskette bei. Mit lokaler Präsenz und einem offenen Dialog mit den Interessenten trägt der Konzern zu einer positiven Entwicklung unserer Gesellschaft bei.

Voraussetzung für die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft ist, dass die Akteure innerhalb der Wertschöpfungskette dieselben gemeinsamen Werte teilen und dass Rücksicht auf Umwelt und menschliches Miteinander in die Geschäftsentwicklung integriert werden. Innovation und technische Entwicklung lassen sich leichter auf einem Markt umsetzen, der keinerlei Einschränkungen wie z.B. Korruption und mangelhafte Einhaltung von Regeln und Vorschriften kennt.

AKTIVE ARBEIT MIT DEM VERHALTENSKODEX

Der Stena Metallkonzern verabschiedete 2012 einen Verhaltenskodex, der im Januar 2017 im Hinblick auf Wirtschaftssanktionen, Vielfalt und Menschenrechte überarbeitet und aktualisiert wurde. Der Verhaltenskodex basiert auf den Prinzipien des „Global Compacts“ der Vereinten Nationen zu Arbeitsnormen, Umweltschutz, Menschenrechten und Korruptionsbekämpfung und geht an alle Mitarbeiter und Geschäftspartner, um einen Konsens in diesen Bereichen innerhalb der Wertschöpfungskette sicherzustellen.

Im Laufe des Geschäftsjahres wurde konzentrierte, vorbeugende Antikorruptionsmaßnahmen eingeleitet, und sowohl die Konzernleitung als auch Vertreter der verschiedenen Geschäftsbereiche und Unternehmen nahmen an den entsprechenden Schulungen teil. Einige der Unternehmen, darunter die schwedischen und polnischen Töchter von Stena Technoworld und Stena Recycling führten eigene Schulungen durch. Die Antikorruptionsarbeiten werden 2017/2018 noch mit Weiterbildungsmaßnahmen und Tools für Risikoanalysen vertieft, zudem mit einer Funktion für Internkontrolle koordiniert.

STÄNDIGER DIALOG MIT INTERESSENTEN

Dank seines regelmäßigen Dialogs mit Kunden, Mitarbeitern, Kreditgebern, Politikern und Anlagennachbarn erhält der Konzern den Input, der für die Entwicklung der strategischen Nachhaltigkeitsarbeit erforderlich ist. Die Kommunikation mit den Interessenten erfüllt ebenfalls eine wichtige Funktion für die übergreifende Geschäftsentwicklung, denn der Dialog resultiert in neuen Geschäftsideen und bietet Kunden wie Partnern die Möglichkeit zum freien Zugang zu Stenas Forschung und Know-how. Eine beliebte Form des Dialogs sind die Kundenseminare, die auf den Märkten von Stena Recycling zu Themen wie Lean-inspiriertes Ressourcen-Management und Sondermüll-Management veranstaltet werden. Eine weitere Begegnungsmöglichkeit bieten die örtlichen Konsultationen, die gemeinsam mit Vertretern von Gemeinden und lokalen Gemeinschaften durchgeführt werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Initiative „Gute Nachbarn“ von Stena Aluminium im südschwedischen Älmhult.

TEILNAHME AN GESELLSCHAFTLICHEN ENTSCHEIDUNGSPROZESSEN

Rechtsvorschriften werden ständig weiterentwickelt, wobei entscheidend ist, dass die Theorie mit der Praxis und funktionierenden Geschäftsmodellen einhergeht. Rechtsvorschriften müssen die Entwicklung eines funktionierenden Marktes unterstützen. Der Stena Metallkonzern trägt dazu in der Form bei, indem man sein Know-how von wirtschaftlichen Steuerungsinstrumentarien und Rechtsrahmen sowie deren Einfluss auf Kreisläufe und Ressourceneffizienz bereitstellt. Eine ganz wichtige Plattform zum Erfahrungsaustausch bietet die Teilnahme an verschiedenen Foren und Expertengruppen, beispielsweise die European Innovation Partnerships. Ebenso wichtig ist der kontinuierliche Dialog mit Entscheidern innerhalb der EU und auf nationaler Ebene. Während des Geschäftsjahres haben verschiedene Minister und andere Politiker die Werke des Konzerns besucht und die Themen Recycling und Ressourcen-Management diskutiert.

BREITES GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT

Der Konzern und seine Unternehmen engagieren sich stark in gesellschaftlichen Fragen, um eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen. Angesichts der ca. 200 Standorte stellen diese Unternehmen eine positive Kraft in den Gemeinwesen dar.

Der Konzern setzt sich für mehr Integration ein und ist Mitglied der Mentorenvereinigung „Öppet Hus“ (Haus der offenen Tür), um jungen Erwachsenen – mit speziellem Augenmerk auf unbegleiteten minderjährigen Migranten – den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Mit der Initiative „Jobbsprånget“ unterstützt der Konzern neu zugewanderte Akademiker. Vertreter von Stena Metall tragen zudem regelmäßig mit ihrem Wissen in Form von Vorlesungen und Unterricht für Schüler und Studenten an Schulen, Hochschulen und Universitäten bei. Schülern und Studenten wird von Stena außerdem angeboten, ihre Examensarbeiten und andere wissenschaftliche Arbeiten beim Konzern zu schreiben. Durch dieses Engagement erhalten nicht nur Einzelpersonen eine Chance zu Veränderung, sondern auch die Geschäftstätigkeiten des Konzerns und seine Mitarbeiter werden weiterentwickelt.

Bereits seit einigen Jahren beschäftigt Stena Technoworld Mitarbeiter des Beschäftigungsunternehmens Samhall zur Ausführung einfacherer Sortierarbeiten. Samhall bietet Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen, die sich weitab vom Arbeitsmarkt befinden. Das Unternehmen wurde mit dem European Business Award als Europas nachhaltigstes Unternehmen ausgezeichnet. Im Laufe des Geschäftsjahres schloss der Konzern einen Vertrag über Reinigungsdienste mit Samhall ab.

Der Konzern ist zudem unterstützend für die Zivilgesellschaft tätig in Form seines Einsatzes für die Sicherheit im Seeverkehr. Stena Oil hat im Auftrag der EU ein Schiff ausgerüstet, das im Falle einer Ölverschmutzung in der Ostsee zum Einsatz kommt (Bild). 

Seit drei Jahren werden schwedische Gymnasiasten, die ein besonders starkes Interesse für Nachhaltigkeit gezeigt haben, mit dem Stena Circular Economy Award ausgezeichnet. 2017/2018 lanciert Stena Recycling in Polen seine Version dieses Stipendiums mit Schwerpunkt auf Forschung auf dem Gebiet der Kreislaufwirtschaft.

Seit dem Jahreswechsel 2016/2017 gibt es eine Zusammenarbeit mit der The Perfect World Foundation, einer Non-Profit-Organisation zur Förderung einer nachhaltigeren Welt. 2017 lag das Hauptaugenmerk auf den Weltmeeren und den gigantischen Mengen an Plastikmüll, die sich dort ansammeln. Stena Recycling bietet jetzt als Kooperationspartner sein Fachwissen an und unterstützt die Ausarbeitung umsetzbarer Lösungen. In Schweden setzt Stena Recycling sein Engagement bei der sog. Haga-Initiative fort, das auf die Reduzierung der klimaschädlichen Emissionen in der Wirtschaft abzielt und gleichzeitig aufzeigt, wie ehrgeizige Klimastrategien zu geschäftlichen Vorteilen führen können.

IM BLICKPUNKT: BEREICH VERANTWORTUNGSVOLLE BEZIEHUNGEN

  • Durchführung konzernübergreifender Risikoanalysen im Hinblick auf Menschenrechte.
  • Fortführung der Arbeit mit der Einführung der Verhaltenskodexwerte in Outbound.
  • Aktualisierung und Weiterentwicklung des konzernseitigen Antikorruptionsprogramms.
  • Weitere Vertiefung des Interessentendialogs mit Kunden und sonstigen Interessenten.
  • Umsetzung der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in sämtlichen Betrieben.
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